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Pfingstlager 2021

06.06.2021

Das 1. Tölzer Pfingstlager

Auf dem ersten Pfadfinderlager 1907 auf der Insel Brownsea vermittelte Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, den rund 20 Jungen das Pfadfinderdasein.

Auf dem ersten Tölzer Pfadfinderlager von unserem neu gegründeten Stamm wollen wir den 11 Kindern ebenfalls das Pfadfinderleben näherbringen. Zu Zwanzigst machen wir uns am 03.06. bis zum 06.06.2021 auf die Reise, lagern während dieser 4 Tage am Schönauer Weiher nahe von Bad Heilbrunn und vergessen trotz gewissen Coronabeschränkungen nicht den Spaß und die Gemeinschaft. Schließlich ist ein Lager schon längst überfällig, nun wo unser Stamm beinahe eineinhalb Jahre besteht und uns mehr oder weniger mehr als die Hälfte der Zeit die Hände gebunden waren. Da machen dann bestimmte Abstandsregeln und ein Hygienekonzept plötzlich nichts mehr. Auch der Dauerregen am Ende des Lagers kann die Stimmung nicht trüben. Wir dürfen ein Lager machen! Das zählt. Und wir nutzen es aus, schließlich beginnt mit diesem Lager, wie mit Brownsea, eine Ära weiterer Lager. Wir können uns neue Konzepte überlegen und alles muss sich erst neu finden. Wie sollte also ein Pfadfinderlager sein? Wie wollen wir es den Kindern vermitteln? Darum geht es uns im ersten Tölzer Lager.

Da wären einmal all die Aktionen, die für uns Betreuende „klassisch“ sind und immer Freude bereiten; Die Lagerbauten, wie die Bioabfallgrube, der Fahnenmast, das Holzhacken oder die Hygienestation, die wir mit den Kindern gemeinsam bauen und wodurch diese neue Methoden lernen können. Der Postenlauf, bei dem die Kinder in Gruppen von Posten zu Posten laufen und verschiedene Aufgaben erledigen. Bei all dem fehlt natürlich nicht die Gemeinschaft, die sich durch gemeinsame Spiele während der heißen schwülen Mittagsstunden abspielt. Auch das Plantschen im See, das gemeinsame Singen am Lagerfeuer, das ständige Zusammensein und voneinander Lernen trägt dazu bei, dass sich neue Freundschaften bilden, wir also zu einer tollen Gemeinschaft zusammenwachsen, die vor allem auch viel viel Spaß zusammen haben kann. Zu Gemeinschaft gehört auch das Kochen. Zwecks Corona kochen wir das gesamte Lager über dem Feuer in festen Kleingruppen. Jeder muss also selbst ran ans Messer und das Gemüse schnippeln. Viel können die Kinder dabei lernen. Wie man überhaupt das Feuer anbekommt oder wie man das Gemüse schneidet. Dabei haben wir dieses Mal darauf geachtet möglichst viel Bio einzukaufen, weil wir damit auch unserer Umwelt etwas Gutes tun.

Was gehört also noch zu einem Pfadfinderlager? Das Abenteuer natürlich! Und das ist immer anwesend. Vor allem in der Nacht, wenn man das Banner bewacht, weil ein anderer Pfadfinderstamm es „klauen“ könnte (Das ist ein traditionelles „Spiel“). Es ist auch da, wenn man einfach der Natur lauscht, und die Biber hört, die die Stille in der Nacht durchbrechen. Vor allem unsere Versprechensfeier am letzten Abend ist ein Abenteuer. Auf dem Lager wollen wir natürlich alle Neulinge mit dem Erhalt eines Halstuches durch das Versprechen feierlich in unsere Gruppe aufnehmen. Aber als es soweit ist, regnet es so sehr, dass wir uns in die Umkleideräume des Freibads verkriechen müssen. Im Kerzenschein treten alle in den Kreis und geben ihr Versprechen vor allem an sich selbst ab, da man durch den Regen kaum etwas versteht.Sonnig begonnen, endet unser Lager im Dauerregen.

So viel erlebt man in vier Tagen, so viel lernt man. Und das nur mit gewisser Unterstützung. Unterstützung durch Eltern, die fahren. Leitern, die alles organisieren und auch den Mitgliedern selbst. Gemeinsam konnten wir den Kindern, wie Baden-Powell auch bereits 1907 in Brownsea, die Tugenden des Pfadfindertums näher bringen. Und genau wie Brownsea war unser Lager trotz einiger Verspätung ein tolles Erlebnis.

- Luzia v.H.